Eine Menge wird durch eine charakterisierende Eigenschaft oder durch eine charakteristische Funktion festgelegt. Für Fuzzy-Mengen wird diese Funktion zur sogenannten Zugehörigkeitsfunktion erweitert.
Bsp 1: Grundlagenmenge \(\mathbb{N}\) Teilmenge
Also \(M = \{ 10,11,...,99 \}\)
Charakteristische Funktion:
Grundlage: Alle 4-jährigen Kinder mit Wohnort Kiel
Teilmenge: Alle großen 4-jährigen Kinder
Frage: Wie soll “groß” definiert werden?
Idee: Befragung von Kinderärzten und die Erweiterung der charakteristischen Funktion durch “Zugehörigkeitsfunktion”.
Bemerkung: die definierende Eigenschaft einer Fuzzy-Menge wird allgemein linguistisch festgelegt. (z.B. “etwa 10”,....)
Modellierung: linguistischer Begriff \(\rightarrow\) Zugehörigkeitsfunktion
Definition: Eine Fuzzy-Menge (unscharfe Menge) A über eine Definitionsmenge X ist eine Menge von geordneten Paaren mit
Dabei ist \(\mu_A(x)\) eine Funktion \(\mu_A: X \rightarrow [0,1]\), die den Grad angibt zu dem ein Element \(x \in X\) in der Menge A enthalten ist. \(\mu_A(x)\) heißt Zugehörigkeitsfunktion von A. Die Gesamtheit aller Fuzzy-Mengen über X bezeichnen wir mit F(X).
Interpretation: Sei \(x \in X\). \(\mu_A(x) = 0\) keine Zugehörigkeit, \(\mu_A(x) = 1\) volle Zugehörigkeit. \(0 < \mu_A(x) < 1\) fließender Übergang.
Bemerkung: Jede gewöhnliche (Crisp) Menge kann als spezielle Fuzzy-Menge aufgefasst werden.
Bsp: “Groß” als eiegenschaft einer bestimmten Menge von Individuen (mit Parametern a,b und a < b )
Der Träger einer Fuzzy-Menge A über X ist
Eine Vereinfachung für die Implementierung: ein abgeschlossenes statt zwar beschränktes aber offenes Interval.
Die Höhe eine unscharfen Menge A über X: \(hqt_A :=_{df} \mu_A(x)\)
Eine Fuzzy-Menge A über \(\mathscr{R}\) heißt konvex, wenn
Eine Fuzzy-Menge A über \(\mathscr{R}\) heißt unscharfe Zahl, falls A konvex ist und es genau eine Zahl a gibt mit \(\mu_A(a) = 1\)
Für \(\alpha = 0\), dann nehmen wir den Träger als Schnitt: \(A^{\ge 0} = supp(A)\)